Sehnsuchtsort
- Vorwort: Der 5-Uhr-Tee der Seele
- Prolog: Ende
- Intermezzo 1: Die Zukunft schreiben
- Kapitel 1: Der Aufbruch – Milo mein Milo
- Intermezzo 2: Franzosenkraut
- Kapitel 2: Der Weg – Seelenbilder auf Papier
- Intermezzo 3: Die alte Herdplatte
- Kapitel 3: Traumbilder – Im Nexus
- Intermezzo 4: Filter
- Kapitel 4: Nach links – Schatten und Licht
- Intermezzo 5: Splitter
- Kapitel 5: Die Januarnacht – Ich bin wieder da
- Intermezzo 6: Spuren
- Kapitel 6: Cagnes-sur-Mer – « Regarde »
- Intermezzo 7: Seide
- Kapitel 7: Cannes – Mit dem Wind im Haar
- Intermezzo 8: Steine
- Kapitel 8: Antibes – Panama und Piraten
- Intermezzo 9: Stern
- Kapitel 9: Saint Barnabé – Du Brame du Cerf
- Intermezzo 10: Dunkelheit
- Kapitel 10: Biot – Schritte in der Dunkelheit
- Intermezzo 11: Unverstellt
- Kapitel 11: Nizza – Pas Instagram
- Intermezzo 12: Once upon a time
- Kapitel 12: Saint-Laurent-du-Var – Neue Gefilde
- Intermezzo 13: Madame Tristesse
- Kapitel 13: Cap Martin – Not a love story
- Intermezzo 14: Janus
- Kapitel 14: Zurück – Quo vadis?
- Intermezzo 15: Everland
- Kapitel 15: Regensburg – Altes fremdes Land
- Intermezzo 16: Worte
- Kapitel 16: Baie des Anges – Bucht der Engel
- Intermezzo 17: Zeit
- Epilog: Ein Sonntag ohne Ende
- Nachwort: Sehnsuchtsort – Das Ende der Reise?
VorwortDer 5-Uhr-Tee der Seele
Wer kennt das Gefühl nicht, wenn sich eine Idee auf leisen Sohlen von hinten anschleicht, erst zaghaft an die Gedankenfäden zupft, dann lauter wird, ein bisschen schiebt und drängt, bis die Alltagskakophonie leiser wird und sie dann bunt und schillernd mitten in deinem Kopf steht und energisch Aufmerksamkeit einfordert? Vielleicht schaust du sie ein bisschen verwundert an, fragst dich, wo sie so plötzlich herkommt und musst dir eingestehen, dass sie schon lange irgendwo versteckt unter den verschiedenen Schichten deines Unterbewusstseins gewartet hat, bis du bereit warst, ihr zuzuhören.
So hat sie mir mit der Zeit ein Bild in meine Gedanken gemalt und mir eine Sehnsucht ins Herz gelegt, für die ich lange keinen Namen hatte. Jetzt ist er da, der Name und treibt mich an, zieht mich aus dem Alltag, aus der Sicherheit aus dem Stillstand in die Bewegung. Und ich gehe ihm entgegen – Schritt für Schritt – dem, der mich ruft, der zu dem ich will, zu ihm, zu meinem Sehnsuchtsort.
Vielleicht wird dieses Projekt mein Reisebericht. Vielleicht wird es aber auch ein Tagebuch, das mein Träumen, Staunen und Ankommen dokumentiert. Oder es wird ein wilder Genre-Mix, bei dem ich die Blüten meiner Fantasie entlang des Weges pflücke und sie zu einem bunten Strauß binde, in dem auch der Löwenzahn sich harmonisch zu Rose und Veilchen gesellt. Den stelle ich dann auf das Teetischchen meiner inneren Bibliothek, atme seinen Duft ein und erinnere mich – nicht an das, was war, sondern an all die großen und kleinen Wunder von morgen.
Mir kommt immer wieder der Titel eines Buches von Douglas Adams in den Sinn: "Der lange 5-Uhr-Tee der Seele". Ich habe es vor Jahren gelesen, weiß nicht einmal mehr, worum es ging. Aber ich habe ihn nie vergessen.
Fünf Uhr, das ist gegen Ende des Nachmittags- wie ich, die ich morgen wieder einmal ein Jahr älter werde. Meine Seele sitzt gemütlich in einem Ledersessel, trinkt eine Tasse Tee und sinniert über das Leben. Nur denkt meine Seele nicht in "gewesen", sondern in "werden".
Morgen – das ist nicht irgendwann. Die Zukunft existiert bereits dort, wohin ich mich träume. Meine Gedanken sind schon an meinem Sehnsuchtsort. Und der Rest von mir macht sich nun auch auf den Weg.
Christine Aurélien
Regensburg, 9. Juni 2025
PrologEnde
Ich sehe mich in einem aus Stein gemauerten alten Weingut irgendwo auf dem Land rund um Montpellier oder einem anderen zauberhaften Ort im magischen Blau Südfrankreichs.
Wenn man aus dem Fenster blickt, sieht man Lavendelfelder und Rebstöcke, die sich bis zum Horizont erstrecken und das Schimmern der Berge in der Ferne. Der Wind trägt wie ein Flüstern den Duft des Meeres in sich. Auf alten, glatt getretenen Pflastersteinen vor dem Haus liegen meine Hunde träge in der Abendsonne.
Ich sitze auf einer Bank, lehne mich mit dem Rücken an die sonnenwarme Hauswand. Die Stille ist nicht laut, sie hüllt mich in eine Decke aus Geborgenheit. Vor mir, auf einem grob gezimmerten Holztisch, steht ein Glas Rotwein. Ein einfaches Abendessen - Baguette, Schinken, Käse und Weintrauben – steht bereit und wartet. Und auch ich warte – warte auf meine Liebe. Noch bist du im Haus, doch ich höre schon deine Schritte, höre ihren Rhythmus – die Melodie meiner Seele. Gleich wirst du bei mir sein, dich neben mich setzen. Wir brauchen keine Worte, nur einander. Um uns versinkt der Tag, legt einen letzten goldenen Schleier über uns.
Es wird Nacht.
Und morgen kommt ein neuer Tag.
Intermezzo 1Die Zukunft schreiben
Wolken ziehen über mich hinweg, wie kleine Stücke Zuckerwatte, die der Wind davonträgt. Ich schaue ihnen nach, wünschte, ich könnte mit ihnen reisen. Leicht und unbeschwert mit ihnen am Firmament entlangziehen, weiter, weg, fort von hier in ein verzaubertes Land, auf eine geheime Insel, einen Ort, an dem sich all meine Sehnsüchte erfüllen.
Ich liege im Gras, höre das Summen einer Biene, die sich auf eine Blume neben mir setzt, angelockt von Nektar, nicht wissend, dass sie dafür sorgt, dass sich das Rad der Zeit weiterdreht. Die Sonne blendet mich ein wenig und ich schließe die Augen. Und träume. Träume mich hinein in diesen Sommertag, fliege mit den Vögeln, ziehe fort von hier, weg von heute, hinein in ein Morgen, das noch ungewiss ist.
Später, die Nacht ist längst hereingebrochen, entscheide ich: Die Zukunft mag noch nicht geschrieben sein, aber ich, ich schreibe sie herbei. Wort für Wort, Zeile für Zeile – als
eine Erinnerung an die Zukunft.
Kapitel 1Der Aufbruch – Milo mein Milo
Eine Hand auf dem Lenkrad, blicke ich in den Rückspiegel, sehe darin den Ort, von dem ich zehn Jahre lang geglaubt hatte, er sei mein Zuhause – und nehme Abschied. Ein bisschen Wehmut gehört dazu, wenn man geht, und eine kleine Träne darf das Kapitel schließen. Dann reiße ich mich los, von dem, was war, richte meinen Blick nach vorne und spüre, wie ein Lächeln in mir aufsteigt und in mir alles licht wird. Auf dem Armaturenbrett sitzt mein alter Gefährte - ein orangefarbener Plüschhase in karierter Latzhose, den ich schon so lange habe, dass es sich anfühlt, als wäre ich mit ihm geboren worden. Auch an ihm ist das Leben nicht spurlos vorüber gegangen. Die Zeichen meiner kindlichen Zuneigung und späteren jugendlichen Vernachlässigung sieht man ihm deutlich an – wie die Naht an seinem linken Ohr, die mein 7jähriges Ich mit ungeschickten Kreuzstichen repariert hatte, nachdem sich unser Hauskater Max ein wenig zu intensiv mit ihm beschäftigt hatte.
Ich wollte ihn immer einen Namen geben, aber er blieb namenlos, bis heute. Für ihn fehlten mir genauso die Worte wie für mich selbst. Wir waren zwei Geister in einer Welt, die sich angefühlt hat wie beim Top Spin auf dem Jahrmarkt. Er dreht sich so schnell, dass alles um dich herum zu einem Farbwirbel verschwimmt, Konturen verwischen – und damit alle Klarheit verschwindet. Die Fliehkraft drückt dich an den Rand und du fürchtest hinausgerissen zu werden. Alle um dich herum jubeln. Nur du krallst dich am Geländer fest und die Angst schnürt dir die Kehle zu, so dass du nicht einmal mehr schreien kannst.
Diese Fahrt ist längst zu Ende, ich sehe die Welt um mich nun, wie sie ist. Sie ist nicht ganz die meine und gehört trotzdem zu mir. So wie er, Milo, der nun einen Namen hat, der lange stumm war, aber heute flüstert: „Komm, das Abenteuer wartet.“
Und so nicke ich ihm zu, fahre los und nehme ihn mit in eine Zukunft, in meine Zukunft – hin zu meinem Sehnsuchtsort.
Du bist mutig – sagen die einen. Du bist verrückt – die anderen. Wer weiß, vielleicht bin ich ja beides? Mir ist nur klar, dass es manchmal mehr kostet zu bleiben als zu gehen. Die Währung ist die Seele, der Preis die Authentizität. Es ist normal Masken zu tragen in einem Umfeld, einer Welt, in der Individualität als höchste Form des Self-Improvements gilt, und trotzdem nur Gleichförmigkeit hervorbringt. Du kannst so einzigartig sein, wie du willst – ein Würfel unter Kugeln. Aber wenn du deine Kanten nicht abschleifen willst, nicht an den rauen Mauern gesellschaftlicher Akzeptanz wundscheuern möchtest, dann musst du entweder den runden Schutzanzug anziehen oder du gehörst nicht dazu. Individualismus ist nur so lange ein Ideal, solange das Konzept ein theoretisches bleibt. Wer anders ist, gehört nicht dazu. Und so entsteht etwas, das ich für mich Facebook-Phänomen nenne: Diejenigen, die am lautesten „Ich bin anders“ rufen, ein Meme mit Kalenderweisheiten – wie „Sei anders – sei du selbst“ vor einem kitschigen Sonnenauf- oder -untergangsbild, ich bin mir da nie so ganz sicher, welches von beiden – nach dem anderen posten, sind jene, die in der Masse alle gleich sind. Sie gleichen sich im Anderssein so sehr, dass sie als Gruppe eine gleichförmige Gesellschaft bilden.
Das ist nicht mein Leben. Ich bin nicht bereit, mich abschleifen, rund formen zu lassen. Und so nehme ich Milo, den Camper und meine Kanten und verlasse die Kugelwelt.
Ich stehe neben Andrea, meiner geschätzten Kollegin an einer Schule irgendwo im ostbayerischen Hinterland. Hochdeutsch kennt man dort nur aus dem Fernsehen und das Konzept „Deutsch als Unterrichtsprinzip“ führt sich dadurch selbst ad absurdum. Ich höre ihr zu, wie sie mir lang und breit private Dinge erzählt, die ich so mit Sicherheit nicht wissen will. Sie hat mich wieder einmal unterbrochen. Ich bin zu höflich, um es ihr gleichzutun und warte, bis ihr Redefluss versiegt, damit ich mein – berufliches – Anliegen vorbringen kann. Aber das kann dauern. Mittlerweile hat sich auch Elke dazugesellt. Die beiden – Andrea und Elke – können ganz besonders gut miteinander und so ändert die Wortflut ihre Richtung und ergießt sich nun über Elke, die selbst keine Hemmungen hat, sich in den Monolog einzuklinken und ihn ihrerseits zu unterbrechen.
Leicht amüsiert schaue ich diesem Pingpong eine Weile zu, bis ich mich unverrichteter Dinge umdrehe und alles einfach so regle, wie ich sie für richtig empfinde – ohne weitere Nachfrage. Wann ist Höflichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme eigentlich aus der Mode gekommen? Oder reagiere ich wieder nur zu empfindlich, wie ich es oft zu hören bekomme. Die ‚Denk-dir-nichts-dabeis‘ und ‚Ist-halt-sos‘ wechseln sich immer wieder ab und bilden das Weißrauschen meines Lebens.
Auf meinem Weg aus dem Lehrerzimmer treffe ich Thomas – seines Zeichens frischgebackenes Mitglied der erweiterten Schulleitung. Bis vor kurzem war er einer ‚von uns‘ – durchschnittlich nett, durchschnittlich motiviert, durchschnittlich pünktlich. Aber er war vor kurzem auf Fortbildung, dieser ganz besonderen, aus der aus normalen Kollegen verkappte Blockwarte mit leichtem Hang zum Sadismus gemacht werden. Und er schaut auf die Uhr – demonstrativ. Ja, die Pause war vor einer Minute zu Ende, wenn es auch wegen der Abschlussprüfungen nicht gegongt hatte. Aber selbst ein stummer Gongschlag muss akkurat eingehalten werden. Zumindest von einigen, denjenigen, die nicht zu seinem „Circle of trust“ gehören. Und ich bin wohl eher in seinem „Rhombus of suspicion“. Wer seine Meinung frei äußert, verliert Privilegien. Sei’s drum. Ich frag ihn einfach trocken „Na, neue Uhr zum Runden bekommen?“ Er stockt kurz, schaut mich abschätzig an und meint „Frau Aurelijän, auch für Sie gelten die gleichen Regeln wie für alle.“ Er macht sich auch diesmal nicht die Mühe, meinen Namen korrekt auszusprechen. Warum auch? Selbst schuld, wenn ich nicht müllernd oder mayernd geboren wurde. Ich verdrehe innerlich die Augen – wie so oft in letzter Zeit und nicht nur bei ihm. Kurz überlege ich, ob ich nochmal umkehren und mir das Wort-Match meiner Kolleginnen ein bisschen länger geben sollte, bis auch für sie der hypothetische Gong schlägt. Ein kurzer Blick zurück und ich gehe entschieden vorwärts. Schließlich bin ich ja eine Minute zu spät dran und wer weiß, was in diesen 60 Sekunden alles im Klassenzimmer passieren könnte.
Es sind diese Tage, an denen ich nach Unterrichtsschluss nach Hause fahre und mir kaum erklären kann, warum ich so erschöpft bin. Schließlich haben wir Lehrer vormittags recht und nachmittags frei, wie es ein beliebtes Klischee besagt. Es ist Nachmittag, es ist 16:00 Uhr und ich habe frei. Und bin trotzdem erledigt. Während mein Körper per Autopilot den Heimweg antritt, sind meine Gedanken noch bei der Arbeit. Nicht bei Andrea, Elke oder Thomas – deren ‚Sozialkompetenz‘ stört mich schon lange nicht mehr, eher bei den Absurditäten des Schulsystems. Michel Foucault, hat es so treffend beschrieben: „Schulen haben die gleichen sozialen Funktionen wie Gefängnisse und Irrenhäuser – sie definieren, klassifizieren, verwalten und regulieren Menschen.“ Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. Noch immer wird an unterschiedlichen Menschen das gleiche Bewertungssystem angewendet, um sie vergleichbar und einordenbar zu machen. Manchmal kann ich sie sehen – diese Gitterstäbe – in den Augen meiner Schüler, wenn eine neue Regel oder ein neuer Punkt auf der Hausordnung sie wieder einmal zu einem Verwaltungsgegenstand degradiert. Und ich bin müde. Müde, junge Menschen in Schubladen zu stecken, selbst in eine gesteckt zu werden; bin es leid, von Menschen, die nach einer Beförderung einen Gottkomplex entwickeln, abgebügelt zu werden und Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Nicht, dass ich nicht darüber springen könnte. Nur irgendwann will man das nicht mehr, wenn ein anderer „hüpf“ ruft.
All die Bücher über Selbstermächtigung, die ich nicht gelesen habe, all jene Ratgeber zum Thema Selbstakzeptanz, die sich ungekauft in meiner Amazon-Wunschliste stapeln, grinsen wahrscheinlich ein wenig schadenfroh, wenn sie mein inneres Ringen mit der Beliebigkeit sehen, der Ohnmacht und der leisen Resignation, die mich schon so lange begleitet, dass sie zu einer vertrauten Weggefährtin geworden ist. Aber noch habe ich nicht aufgegeben, jongliere diese drei Bälle in der Luft. Nur – was werde ich tun, wenn ich einen davon nicht mehr auffangen kann? Bleibe ich mir selbst treu oder… Nein, kein Oder. Das habe ich mir fest vorgenommen. Das Ziel sehe ich, nur den Weg dorthin habe ich noch nicht gefunden. Er wird sich zeigen, wenn es so weit ist. Dessen bin ich mir sicher. Nur – werde ich ihn dann auch gehen?
Vom Lärm zur Stille – von Präsenz zu Isolation, nur Atemzüge voneinander getrennt. Ich komme nach Hause, nicht an, sondern nur dorthin. Gerade war noch alles voller Zukunftslärm. Kinder und Jugendliche, die treppauf, treppab lärmen, lachen, schreien – jetzt trete ich ein – in 175 qm umbaute Stille. Ein Aufatmen, zunächst. Aber dann höre ich es. Sie ist nicht ruhig, diese Stille – sie dröhnt in den Ohren – so laut, dass ich manchmal meine Gedanken nicht mehr hören kann. Aber wenn ich mich entscheide sie wahrzunehmen, dann treffe ich sie um einen runden Tisch versammelt, lebhaft miteinander diskutierend. Bis sie plötzlich schweigen, mich ansehen und ich ein wenig verloren dastehe und mich nicht entscheiden kann. – Sie alle haben recht auf ihre Weise.
Da ist Frau Müller, die bodenständige, für die Sicherheit ein Lebenskonzept ist. Halb aufgerichtet beugt sie sich über den Tisch und blitzt Francine an, die freiheitsliebende, die fast entschuldigend mit den Schultern zuckt und dann trotzig sagt: „Und was ist mit Freiheit? Mit leben? Willst du dich noch länger einsperren?“ „Genau“, bestätigt Josephine, die Rebellin. „Sterben kannst du überall. Du weißt, wie schnell das gehen kann!“ Das weiß Frau Müller – und damit auch ich. Fast resigniert setzt sie sich, muss aber noch ein „Und wenn uns das Geld ausgeht?“ loswerden. „Und wenn uns das Leben ausgeht?“ Marie, die noch immer träumt, die Romantikerin, meldet sich zu Wort. Alle schweigen. Ich aber nicke. Zeit ist kostbar, zu kostbar, um ungelebt zu bleiben.
Wie es weitergeht, liest du im vollständigen Buch.